Kuchen & Gebäck
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Die Einfachheit der Dinge…Selterskuchen mit Zitrone

Leichter, luftiger Rührkuchen vom Blech. Mit der Frische der Zitrone und einem leckeren Zitronen-Zucker Guss. Ein einfacher Gruß aus meiner Kindheit.Bild 1
Wieder ist eine Arbeitswoche vergangen und das Wochenende naht. Wir atmen auf und freuen uns auf Pause, die wohlverdiente Erholung und Freizeit. Wir können Dingen nachgehen, die wir in der Woche nicht geschafft oder einfach nicht die Nerven dazu gehabt haben. Wir lassen unseren Gedanken freien Lauf und manche leben ab dann auch einfach in den Tag hinein. Frei von Chef und Verantwortung ist das Leben auf einmal leicht und einfach. Die Gedanken werden nicht belastet mit dem Wissen, das in 2 Tagen alles schon wieder vorbei ist. Heute erst einmal ist frei und diejenigen die das Glück haben nicht am Wochenende arbeiten zu müssen genießen das in vollen Zügen. Ausschlafen, essen, Freunde und Familie treffen und den lieben Gott ´nen guten Mann sein lassen. Wir machen uns frei und leben so einfach wie es nur geht. Bürodress wird gegen Casual Hose und Shirt getauscht. Für das kühle Bier braucht man nun kein Glas mehr. Die Pizza wird nicht mehr mit Besteck, sondern mit den Händen gegessen und das Make-up weicht dem nature Look. Die Zeit gebe ich vor und eine Sache dauert so lange wie sie eben dauert. Niemand der drängelt oder sagt ich soll mich beeilen. Sollte das doch vorkommen das wir in dieser freien Zeit einem Ungeduldigen begegnen, lassen wir uns erst recht Zeit. Frei vom Druck und Genzen werden wir mutiger demjenigen offen ins Gesicht zu sagen: „Junge, du lebst nur einmal. Mach es Dir doch nicht so schwer, atme mal durch“. Es dauert eben so lange, wie es dauert. Die Dinge auch einfach zu sehen, so wie sie sind und nicht mehr daraus zu machen, ist eine Kunst die nicht jeder beherrscht, aber jeder lernen kann. Bild 3Viele versuchen die Dinge zu verkomplizieren, weil sie dann wichtiger erscheinen oder denjenigen wichtiger aussehen lassen.  Sind sie sonst nicht mehr so interessant oder verlieren die Dinge an Wert? Ich habe das schon oft erlebt. Mit großen Worten wird etwas angepriesen und am Ende ist es nur ein einfaches Knäckebrot. Dabei sind oft die einfachsten Dinge die schönsten. Alles ist echt, natürlich und mit den tollsten Erinnerungen verbunden. Ich nenne gerne Dinge bei ihrem Namen, weil dann jeder weiß, woran er ist. Das was draufsteht, ist das was drin ist. Bestes Beispiel ist mein heutiges Rezept. Ein Selterskuchen. Der heißt so, weil eben, unter anderem, Selter drin ist. Eins meiner liebsten Rezepte aus meiner Kindheit. Diesen Kuchen gab es immer zu meinem Geburtstag. Nur die Farbe der Streusel hat von Zeit zu Zeit gewechselt. Was ich an dem Kuchen aber am meisten geschätzt habe, war das er immer so geschmeckt wie damals als ich ihn zum ersten Mal gegessen habe. Ein einfacher Rührkuchen, der locker, leicht und saftig war. Nichts hat sich daran verändert, bis heute nicht. Das Rezept kann ich jetzt natürlich auswendig, aber das Original Rezept von meiner Omi, noch handgeschrieben, habe ich noch. Und auch wenn ich weiß das Veränderung etwas Gutes ist, werde ich dieses Rezept nie verändern. Weil eben manche Dinge so bleiben sollten, wie sie sind. Einfach und natürlich. Man sollte nicht mehr draus machen. Einzige Besonderheit hier ist, dass ich für dieses Rezept  eine normale Kaffee Tasse als Maßeinheit genommen habe. Ich habe diese immer so voll gemacht, wie ich sie füllen würde wenn ich Kaffee oder Tee eingegossen hätte.Bild 4
Rezept für ein kleines Blech:
3 Tassen Mehl
2 Tassen  Zucker
4 Eier
1 Tasse  neutrales Öl
1 Tasse Selters
1 Pckg. Backpulver
1 Pckg. Vanillezucker
Abrieb einer Bio Zitrone
Saft einer Bio Zitrone
150g Puderzucker
Schokostreusel
 
Zubereitung
Zitrone heiß abwaschen und die Schale fein abreiben. Mit der Küchenmaschine die Eier mit dem Zucker und Vanillezucker richtig lange weiß und schaumig schlagen. Mehl mit Backpulver mischen und über die Eischaum Masse sieben. Mit der Küchenmaschine, auf kleiner Stufe, unterrühren. Die Selter dazugießen, dann das Öl und danach den Zitronenabrieb dazugeben und alles gut unterrühren. Teig in ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gießen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C etwa 25 Minuten backen. Abkühlen lassen.
Die Zitrone auspressen und den Saft mit dem Puderzucker verrühren. Den Zuckerguss über den Kuchen gießen, verstreichen und Streusel drübergeben. Den Guss fest werden lassen und in Stücke schneiden.Bild 5
Ich finde ja, das Beste diesen Kuchen zu genießen ist, einfach ein Stück in die Hand nehmen und essen. Keine Gabel, kein Teller, keine Serviette. Ob barfuß im Garten, im Schneidersitz auf dem Fußboden oder auf dem Bauch liegend vor dem Fernseher. Im Vorbeigehen ein Stück geschnappt und auf dem Weg zum Einkaufen gegessen. Ein einfacher Kuchen mit einer einfachen Aufgabe: essen.
Mache Euch den Tag nicht so schwer und habt einen schönen Sonntag.
 
Eure Katrin
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Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4 Bild 5

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